Niederlage daheim gegen Burgebrach

Mit großen Erwartungen sind die Nürnberg Grizzlys in den Heimkampf der Nike Wrestling Ringerliga gestartet. Doch am Ende des fränkischen Gipfeltreffens jubelte nur eine Mannschaft: Die Gäste aus Burgebrach. Nürnberg unterlag mit 13:22. Dabei war trotz des Fehlens der ausländischen Leistungsträger mehr möglich gewesen.

Im Zuge der WM-Vorbereitung standen den Grizzlys Zoltan und Tamas Levai sowie Vitalie Eriomenco nicht zur Verfügung. Im ersten Durchgang gelangen dem Gastgeber drei Einzelsiege. Während Mark Barnowski (66 kg, Freistil) im Duell gegen Darius Tai Lippkau vier Mannschaftspunkte einfuhr, holte im Schwergewicht Enes Agcarer drei Zähler gegen Jens Beyer. Zu wenig kam dagegen von Erdogan Güzey in der Gewichtsklasse bis 98 Kilo Freistil, der Johannes Baum nur zwei Mannschaftszähler abtrotzte. Chancenlos waren die Nürnberger in den leichten Gewichtsklassen. Umrbek Salimboev (57 kg, Freistil) gab ebenfalls vier Zähler gegen den Ungarn Csaba Bodi ab wie auch Amer Almaayouf (61 kg, Griechisch-Römisch), dessen Duell bereits nach 20 Sekunden vorbei war. Elchin Ibragimov machte kurzen Prozess mit dem Grizzly-Akteur. Zur Pause führte der Gastgeber dennoch knapp mit 9:8.

Doch danach lief nichts mehr. Angeschlagen ging Michael Janot (86 kg, Griechisch-Römisch) in den Kampf. Er verlor gegen Dominik Winkler mit 1:5-Wertungspunkten. Für den verhinderten Eriomenco musste stilartfremd Tim Stadelmann (71 kg, Freistil) auf die Matte. In seiner Begegnung gegen Xaver Engelhardt gab es nicht nur drei Challenges, die die Grizzlys allesamt abgaben, sondern es kamen noch drei Verwarnungen wegen Beinarbeit bei Stadelmann hinzu. Ergo: Stadelmann verlor den Kampf nach Disqualifikation und vier weitere Zähler gingen auf das TSV‑Konto. Einen rabenschwarzen Kampfabend erlebte dagegen Alex Vishniakov (80 kg, Freistil) gegen Dumitru Strah. Mit der ersten Aktion kam der Nürnberger in eine gefährliche Lage und wurde geschultert. Vor den beiden letzten Duellen bis 75 Kilo war der Gesamtsieg der Burgebracher somit nicht mehr zu nehmen. Freistiler Jakup Mayer triumphierte gegen Josef Giehl mit einem Schultersieg. Emotional wurde es dann im letzten Duell zwischen Routinier Deniz Menekse und Johann Engelhardt. Weil sich der Grizzly im Kampfverlauf am Knie verletzte und dadurch aufgeben musste, wanderten abschließend vier weitere Zähler auf das TSV-Konto.

Durch die erste Niederlage daheim in der Avia-Arena sind die Grizzlys in der Tabelle auf Rang vier abgerutscht. Am kommenden Samstag, den Tag der Deutschen Einheit, geht es für die Nürnberg zum bis dato sieglosen SC Anger.

Bild: Tim Stadelmann (helles Trikot) gab seinen Kampf im Limit bis 71 Kilo Griechisch-Römisch gegen Xaver Engelhardt nach Disqualifikation ab. © Tom Burger

Tim Stadelmann gegen Xaver Engelhardt