Die deutschen Einzelmeisterschaften im Freistil in Zella-Mehlis (Thüringen) sind aus Sicht der Nürnberg Grizzlys doch versöhnlich zu Ende gegangen. Hamed Letaief und Artur Gottfried erkämpften sich im griechisch-römischen Stil jeweils die Bronzemedaille.
23 Teilnehmer gingen im Limit bis 72 Kilo an den Start. Darunter war auch Artur Gottfried, der in der Qualifikation Luis Kopp (AB Aichhalden) vorzeitig auspunktete. Doch im Achtelfinale fiel der Kampf gegen den späteren Deutschen Meister Finn Kühn (Luftfahrt Berlin) deutlich höher aus. In der Folge musste der Nürnberger zweimal durch die harte Hoffnungsrunde. Nach dem Schultersieg gegen Julien Beck (MS Ringen Schifferstadt) und dem 11:3-Punktsieg über Luca Kappus (RSV Schuttertal) machte Gottfried auch im kleinen Finale kurzen Prozess. Er bezwang Lenox Schulz (AC Ziegelhausen) per Schultersieg.
In Zella-Mehlis gab es ein weiteres Mal Grund zu jubeln. In der Gewichtsklasse bis 87 Kilo gelang Hamed Letaief ein knapper Auftaktsieg gegen Artus Seipel (SC Kleinostheim). Doch im zweiten Turnierkampf war gegen Enes Vehapi kein Kraut gewachsen. Er unterlag im Halbfinale dem Furtwanger mit 4:11-Wertungspunkten. Doch im Platzierungskampf um Bronze blieb Letaief siegreich: Technischer Überlegenheitssieg gegen Alex Pfersdorf (SV Jugendkraft Albrechts).
Und die anderen Grizzly-Teilnehmer? „Luis Brandl hat ein starkes Turnier gerungen. Im Halbfinale hat er einen sehr guten Kampf bestritten, wobei das Duell bis zwei Minuten vor Ende noch völlig offen war“, bilanziert Grizzly-Cheftrainer Matthias Baumeister. Brandl (82 kg) lag sogar noch in Führung, allerdings zwang ihn der Aalener Bogomir Eismont dann mit 5:15 in die Knie. Keinen Auftrag hatte Brandl dann im Bronzekampf, den er deutlich gegen Anton Buchholz (SG Weilimdorf) abgab. Für Nico Baumeister (82 kg) war nach einem Kampf leider das Turnier bereits beendet. Auch Sebastian Gerlach (63 kg) stand nur einmal auf der Matte. Nach seiner Auftaktniederlage war auch für ihn das Turnier schon wieder vorbei.
Bei den Freistilern nominierte der Bayerische Ringer-Verband in Hohenlimburg mit Damir Shifadugov nur einen Grizzly-Athleten. Im Limit bis 65 Kilo reichte es für ihn nur zu Rang fünf. Im entscheidenden Duell gegen Konstantin Valassis (Luftfahrt Berlin) kassierte er eine unglückliche Schulterniederlage. Damit war die Bronzemedaille futsch.