Die USA sind für viele ein Sehnsuchtsort, ein Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Mit Amerika verbinden die Menschen auch die Faszination an Landschaften, Städten, ikonischen Wahrzeichen und eben auch Sport. Für sechs bayerische Ringer erfüllte sich unlängst ein kleiner Traum. Sie flogen von Frankfurt aus über den Teich nach New York und nahmen nicht nur an einem Turnier, sondern auch an einem international besetzten Lehrgang teil.
Mark Barnowski, Emin Letaief, Jakub Mayer (alle Nürnberg Grizzlys), Adam Tokmakov (AC Lichtenfels), Tobias Kohler (SC Isaria Unterföhring) und Eduard-Florin Citu (SV Untergriesbach) erlebten mit dem Deutschen Ringer-Bund einen besonderen Trip in die Millionenmetropole New York. Mit an Bord war auch Marcel Fornoff, Freistil-Cheftrainer des Bayerischen Ringer-Verbandes, der Bundestrainer Marcel Ewald vor Ort unterstützte.
Allein die Anreise dauerte über 20 Stunden. Das steckte allen Beteiligten beim Gang auf die Matte natürlich in den Knochen. Die BRV-Athleten nahmen an einem stark besetzten Turnier teil. Nicht nur die US-Boys, sondern auch Athleten aus Kirgistan, Japan und Georgien zeigten hier ihr Können. Anders als in Deutschland ging die Kampfzeit in den Staaten über zweimal drei Minuten. „Wir haben schon im Laufe des Turnierverlaufs in Albany gemerkt, an welchen Stellen wir noch Nachholbedarf haben“, betont Marcel Fornoff. Für die bayerischen Sportler sei es eine tolle Erfahrung gewesen. „Viele von ihnen waren zum ersten Mal überhaupt in den USA.“ Keiner schaffte es in die Medaillenränge, obwohl sie alle viele Kämpfe zu absolvieren hatten.
Was bleibt, sind die tollen Erinnerungen und Eindrücke der Sportler von ihrem Abenteuer in den USA. Emin Letaief sammelte für sich neue, coole Erfahrungen. „Es war schon sehr geil, dass wir dabei waren.“ Für ihn gab es viel Neues: Matten mit einem völlig anderen Design und ohne Zone, wie es die Ringer von daheim kennen. Ein zu Deutschland und Bayern völlig anderes Wettkampfsystem. Das Turnier sei stark besetzt gewesen. Besonders der Ausflug nach New York habe ihn schon geflasht. „Das Essen war super, aber vor allem am Times Square zu stehen, ist schon überwältigend.“
Ähnlich begeisternde Töne kommen von Mark Barnowski. Aus dem Trainingslager mit vielen Athleten könne er sehr viel mitnehmen. „Das war eine großartige Erfahrung“, bilanziert er. Allgemein sei die Reise in die USA richtig klasse gewesen. Auf das Turnier angesprochen, meinte er: „Es war auf einem sehr hohen Niveau, starke Ringer waren präsent. Mit meiner Leistung kann ich hier nicht ganz zufrieden sein. Ich hätte besser abschneiden können“, zeigt er sich selbstkritisch.
Obwohl es sportlich für Jakub Mayer nicht optimal lief, konnte er in den USA trotzdem viel dazulernen. Vor allem das Trainingslager habe es ihm angetan. „Ich habe eine tolle Zeit erlebt“, erzählt er im Nachgang. Allein der Ausflug nach New York sei ein großartiges Erlebnis gewesen. „Zwischen 25.000 und 30.000 Schritte sind wir an diesem Tag gelaufen. Ich habe viele Bilder gemacht. Es war eine schöne Zeit, wobei ich jede Minute genossen habe.“
Bild: Der deutsche Tross, mit bayerischen Ringern und Cheftrainer Marcel Fornoff (kniend, rechts), in den USA. © Marcel Fornoff