„Ich habe zu viele Fehler gemacht. Wenn ich besser taktisch gerungen hätte, wäre ich bestimmt weitergekommen“, so die Erkenntnis von Mark Barnowski . Dabei hatte er sich viel vorgenommen. Mit einem verheißungsvollen Auftritt beendete er seinen Auftaktkampf im Limit bis 60 Kilo im Freistil. Er besiegte den Griechen Ioannis Kesidis sehr deutlich mit 11:0-Wertungspunkten. Allerdings musste er sich im Viertelfinale Stefan Valdes mit 1:7 beugen. Der Italiener war allerdings im Halbfinale gegen den Russen Sergei Karmrian chancenlos, sodass Barnowski nicht mehr über die Hoffnungsrunde eingreifen konnte. „Mein Ziel war eine Medaille. Somit kann ich nicht zufrieden sein“, zeigt sich der Grizzly-Akteur vor allem bei seinem zweiten Kampf selbstkritisch. Er sei nicht mit dem Kopf bei der Sache gewesen, „und habe zu viele unnötige Angriff gemacht. Ich habe nicht so gerungen, wie ich es sonst umsetze.“ Aus seiner Sicht war der Italiener schlagbar.
Unglücklich verlief auch die Premiere für Max Baumeister. Im Achtelfinale der Griechisch-Römisch-Spezialisten musste er sich Zohrab Safarov mit 3:6-Wertungspunkten geschlagen geben. Sein Gegner erreichte zwar das Halbfinale, doch der Aserbaidschaner unterlag dem späteren Vize-Europameister in der Gewichtsklasse bis 92 Kilo, Aleksan Shaljyan, sodass der Weg über die Hoffnungsrunde für den Nürnberger verbaut wurde. „Ich denke, dass ich mit einem anderen Los definitiv mehr erreicht hätte“, bilanziert Baumeister seinen einzigen Auftritt in Bulgarien. Er wolle an seinen Fehlern „hart arbeiten“.
Mark Barnowski (rotes Trikot) gewann zum Auftakt gegen den Griechen Kesidis, verlor allerdings das zweite Duell gegen den Italiener Stefan Valdes nach Punkten. © UWW